27.11.2015 – Thick As A Brick

27.11.2015 – Thick As A Brick

Am Samstag gastierte Deutschlands einzige Jethro Tull Coverband im Gulfhaus, sie hat sich immerhin ganz aus Trier auf den Weg ins beschauliche Vechta gemacht. Eins vorweg: Die Band hatte sichtlich Spaß und das Publikum noch mehr. Die Band benannte sich nach dem überragendem Konzeptalbum von Jethro Tull, nämlich „Thick as a Brick“, frei übersetzt mit „saudumm“ oder auch „Dumm wie Bohnenstroh“. Man kann es nennen, wie man will, aber die Besucher, die es nicht ins Gulfhaus geschafft haben.

Jethro Tull gehört zum Besten der sogenannten Progressiven Rockmusik in all seinen verschiedenen Mainstream Stilarten. In ihrer langen Karriere haben sie so manchen Übersong geschrieben und einige Alben veröffentlich, die auch heute noch zum Creme de la Creme der Rockmusik gehören. Thick as a brick allerdings spielt die Songs vom Beginn der Karriere Tull's bis 1979. Warum keine tollen Songs späterer Jahre und Jahrzehnte ins Programm eingeflossen sind, das habe ich vergessen, den Kopf der Band, Christoph Marx, zu fragen. Schade, mein Fehler.

Nun zum Konzert:

Mein letzte Konzert vom Original JETHRO TULL habe ich am 28.03.1980 in der ausverkauften Bremer Stadthalle I gesehen, Einritt: 21,00 DM + 2,00 DM VVK-Gebühren. Wahnsinn. Nun denn, es gibt viele Bands, die einen anständigen Tisch zimmern können, aber nicht sehr viele, die auch Designermöbel können. Thick as a brick gehört definitiv dazu, sie können Designermöbel. Kennt ihr das, wenn sich so kleine Erhebungen auf den Armen bilden, so richtige Gänsehaut. Genau das passierte mir gestern auch, letztmalig hatte ich das in der Esprit-Arena beim Stones Konzert und bei Carl Carlton. Nun denn. Um diese nicht gerade einfache Musik überhaupt spielen zu können, muss man schon im Grundschulalter die Puppen und die Brigitte weggelegt haben. In Anbetracht der teilweise sehr jungen Musiker muss man sagen, alle Achtung und Respekt vor dem Dargebotenen. Der Gitarrist (Manuel Biwer) erledigte seinen Job präzise und unaufgeregt, Bassist Till Marx knallte seine Bassläufe trocken und wunderbar aufs Schlagzeug abgestimmt ohne Effekte aus den Boxen, Keyboarder Sven Thiedecke legte einen schönen Soundteppich darunter, das überragende (schwierige) Schlagzeug spielte Drummer Daniel Thull perfekt, angesichts der vielen Tempiwechsel und Breaks war ich hiervon total begeistert! Sänger, Gitarrist und Mandolinenspieler James Sexton machte den Sänger und Waldschrad Ian Anderson, das aber in einer schönen, humorvollen und grandiosen Art und Weise, dass es eine Freude war, im zuzuhören und zuzusehen. Das Stückchen Sahne obendrauf, das kam von Christoph Marx, der perfekt den Ton des Querflötenspielers Anderson traf. Neben der Querflöte spielte er auch Saxophon und zeitgleich Blockflöte und irische Flöte. Was soll ich weiter ausholen? Eine tolle Band, die ein starkes Stück Musik von ca. 180 Minuten ablieferte und praktisch nichts schuldig blieb, das berühmte Haar in der Suppe braucht man nicht suchen. Leute, aufgepasst: Wenn diese Band in Zukunft hier oben irgendwo im Norden spielt, bitte hingehen, es lohnt sich allemal. Drückt die Daumen, es muss mit einem Wiederholungskonzert im Gulfhaus klappen, da geht kein Weg dran vorbei.

Schaut mal auf die HP:
www.thick-as-a-brick.de

Felix Müller
28.11.2015

Set 1
Living in the Past
Sweet Dream
Acres Wild
Witches Promise
Song for Jeffrey
Life is a Long Song
A New Day Yesterday
Velvet Green
The Whistler
Black Sunday
Weathercock
Heavy Horses
Hymn 43
Too old to Rock 'n Roll

Set 2
Aqualong
Cross eyed Mary
Mother Goose
My God
Bouree
Wondering Again
Minstrel in the Gallary
For 1000 Mothers
Nothing is Easy
Jack in the Green
We Used to Know
Thick as a Brick
The Teacher

ZG
Locomotive Breath
Skating Away

27.11.2015 – Thick As A Brick
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