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Heart & Soul (Blues Brothers Tribute) – 23.12.2009

Fangen wir mal ganz von vorne an, man schreibt das Jahr 1976:

In einem Saturday – Night – Live - Sketch traten in Bienenkostümen John Belushi und Dan Aykroyd, beide Schauspieler und Komiker, auf. Belushi interessierte sich aber erst ab 1977 für Bluesmusik, als der ein Konzert des Bluessängers Curtis Salgadas hörte. Kurz darauf trat er mit Aykroyd erstmals 1977 als die Blues Brothers auf, natürlich mit Sonnenbrillen und schwarzen Anzügen. Sie waren aber keine Blues Band, sondern eine Rhythm and Blues Band, viele Songs basierten auf Soul- und Rockelementen. Dazu die Bläser, die einen New York Jazz Sound spielten; damit gelang der Band eine einzigartige Fusion aus Jazz, Soul und Blues. Die Popularität stieg immens, als der Film „Die Blues Brothers“ 1980 zum Kultfilm wurde. Die Rechte am Namen Blues Band haben heute Dan Aykroyd und Judy Belushi, die Witwe von John Belushi.

Jetzt, am 23.12.2009, war er da, der Loddar. Nicht der, sondern Lothar Distelrath, Baujahr 1951, einer der beiden Sänger und einer der Gründer der Blues Brothers Tribute Band Heart & Soul, die seit 2000 existiert. Es war ein toller Abend im Gulfhaus. Selbst die netten Damen am Eingang, an der Kasse auch am Tresen, waren Blues Brothers like angezogen. Im vollen Gulfhaus wurde den Besuchern ein High – Energy - Programm geboten. Das Hauptprogramm basiert auf alten Soultiteln der 60er-Jahre. Erstaunlich, das so viele junge Besucher den Weg zum Gulfhaus gefunden haben.

Es begann mit 2 Instrumentaltiteln (Minnie the moocher und Soulfinger, dem Song aus dem Jahre 1957 von den Bar-Kays). Dann kam Lothar Distelrath und sein Kumpel Dirk Zepuntke auf die Bühne, Lothar im schwarzen Anzug, Dirk hatte einen silberfarbigen Frack an, und sie celebrierten Everybody needs somebody to love, gefolgt von Sweet home Chicago als Longversion mit reichlich Soli der Bläser, einem fettem Bläsersatz (4 Personen), die ihresgleichen suchen. Weiter ging es mit einem Soulsong von Sam & Dave aus dem Jahre 1966, nämlich Hold on, I`m coming. Das Publikum sang jetzt schon mit. Die Gitarrenriffs unterstützten die Soli der Bläser und die groovende Rhythm Section Bass und Drums spielte sich punktgenau die Seele aus dem Leib. Ehrliche, handgemachte Musik wurde hier groovend und rockig dargeboten. Es heißt zwar Blues Band, aber es war mehr eine schweißtreibende Mischung aus Rhythm & Blues, Soul und Rock. Neben bekannten Titeln wie Mustang Sally wurden auch unbekanntere Songs präsentiert. Nach Knock on wood und dem Instrumental Peter Gunn ging es nach gut 60 Minuten in die Pause.

Danach ging es mit Going back to Miami weiter. Immer mehr kam jetzt die hohe Qualität der Musiker zum Vorschein, die nicht nur voller Lust spielten, sondern auch eine unvergleichliche Show boten. Schweißtreibend selbstredend die Show der beiden Sänger, allen voran Dirk Z., der mal im Publikum, aber auch öfters mal auf den Knien liegend und mit vollem körperlichem Einsatz sang und seine Mitstreiter anfeuerte, zwischendurch als Jamaikaner verkleidet mit Rastalocken. Witzig. Gut auch, das den einzelnen Musikern genügend und immer mehr Freiraum zur Entfaltung eingeräumt wurde. Das über Zweieinhalbstündige Konzert war mitreißend und hatte eine hohe Qualität. Im zweiten Set waren natürlich Soul man von Sam & Dave und Do you love me die Burner, zum Schluß dann natürlich als Abschluss Viva Las Vegas. Die Zugaben begannen mit dem Riff zu My Sharona von The Knack, klar gab es noch Jailhouse Rock und auch Gimme some loving, der Komposition von Steve Winwood, Muff Winwood und Spencer Davis.

Wir hoffen, die Band ist auch weiterhin im Auftrage des Herrn unterwegs, um der Welt in schwarzen Anzügen, Krawatten und Sonnenbrillen diese heiße Mischung zu unterbreiten.

Weiter geht’s dann im nächsten Jahr mit Hardrock und Boogie, nämlich mit Railroad aus Hamburg, die ihre Deutschlandpremiere der neuen CD im Gulfhaus feiert.

Felix Müller

Setliste:

Set 1

  • Minnie the moocher
  • Soulfinger
  • Everybody needs somebody to love
  • Sweet home Chicago
  • Hold on, I`m coming
  • Shotgun Blues
  • B. Movie Bar Car Blues
  • Mustang Sally
  • Who`s making love
  • I ain`t got you
  • Messin` with the Kid
  • Knock on wood
  • Peter Gunn

Set 2

  • Going back to Miami
  • Funky
  • Flip, flop, fly
  • Excusez moi mon Cherie
  • Green onions
  • Bartender
  • She caught the Katy
  • Shake the tailfeather
  • Soul man
  • Do you love me
  • Viva Las Vegas

Zugaben:

  • My Sharona/Chicken shake
  • Jailhouse Rock
  • Gimme some loving
  • New Orleans
  • I can`t turn your love
  • Rawhide

Galerie:

 

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